vorbei:
Donnerstag, 14. September 2006
20 Uhr
in der Sendlinger Kulturschmiede, Daiserstr. 22
Thema: "Wie vermitteln wir Schülern unsere Geschichte von 1933 - 1945?"
Sendlinger Stadtteilwoche
30. Juni - 7. Juli 2006
Spurensuche, Orte finden, an denen die Folgen der NS-Diktatur dokumentiert sind. Wir nennen diese Orte Historische Lernorte - es sind u.a. Häuser, aus denen jüdische Sendlinger deportiert und ermordet wurden. Wir berichten vom Alltag im Krieg: von Bombardierung - auch auch vom Überleben.
Im Gespräch zu Ihren Erinnerungen ergibt sich Nachbarschaftsgeschichte, die eingeht in das Stadtteilgedächtnis.
Stadtviertelrundgang am 1. Juli 2006:
"Leben in Sendling von 1933 - 1945"
Gitti Hutterer und Daniela Moisl-Faas
Start: 17 Uhr vor der Sendlinger Kulturschmiede, Daiserstr. 22
Stadtviertelrundgang am 4. Juli 2006:
"1933 - 1945: Von der Lindwurmstraße zum Neuhofener Berg"
Leo Brux
Start: 17 Uhr in der Lindwurmstraße 185
(Hier wurde in der Nacht vom 8. zum 9. November 1938 der Kaufmann Joachim Both von SA-Leuten ermordet.)
Ziel der Führung: der Neuhofener Berg - die Neuhofener Schuttkippe, wo von 1945 bis 1951 "die Geschichte eingelagert" und die Sendlinger Topografie verändert wurde. Über den Kriegsschutt hinweg führt die heutige Plinganserstraße vom Harras südwärts.
Installation
mit Fotoarbeiten
von Andreas W. Schulz
und Werner Resch
zu sehen während der Stadtteilwoche 30.06. - 07.07. 2006 in der Nähe des Festival-Geländes
Von 1945 bis 1951 wurden hier große Teile des Münchner Kriegsschutts eingelagert und die Topografie verändert: die Landschaftsplanung nahm den Schuttberg in die Grünanlagengestaltung auf, die heutige Plinganserstraße führt über den Kriegsschutt hinweg vom Harras nach Süden.
Die Arbeit von Andreas W. Schulz zeigt den durch den Erosionsprozess von 60 Jahren wieder zu Tage tretenden Kriegsschutt.
Werner Resch verknüpft in seiner Fotosynthese die Kriegszerstörung in Sendling und die Verfolgung der Ida Hamburger mit dem Neuhofener Berg - der so zum Ereignisort wird.
Der reale Ort und das Wissen um den Ort sperrt sich gegen Musealisierung und wird aufs Neue beklemmend lebendig. |